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RTM: System Center Configuration Manager vNext (1511) verfügbar (Update)

Veröffentlicht am 04.12.2015 um 20:40 Uhr von

Microsoft hat vor wenigen Stunden den neuen System Center Configuration Manager veröffentlicht. Vorerst ist das neue Release zwar nur über MSDN verfügbar, jedoch dürften alle weiteren Kanäle in nächsten Tagen nachziehen. Anscheinend ist das NDA noch nicht abgelaufen, da sich insbesondere die einschlägigen MVPs auffällig ruhig verhalten.

Update 08. Dez. 2015 20:45 Uhr: Microsoft hat soeben die „General Availability“ offiziell verkündet. Damit ist System Center Configuration Manager nun auch über das Microsoft Evaluation Center, MSDN  und das Volume Licensing Service Center (hier: „System Center Config Mgr Client Mgmt License (current branch)„) verfügbar.

Wie angekündigt verzichtet Microsoft ab sofort auf eine dedizierte Versionbezeichnung in der Produktbezeichnung. Sprich die Produktbezeichnung heißt nicht System Center Configuration Manager 2016, sondern ganz einfach nur System Center Configuration Manager. Im Inneren sowie in Dokumentationen, auf Downloadseiten und an sonst relaventen Stellen wird das jeweilige Release mit einer Versionsnummer basierend auf Jahr und Monat der jeweiligen Veröffentlichung gekennzeichnet. Mit diesem Release also Version 1511.
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Upgrade + Migration

Microsoft unterscheidet beim Upgrade auf den neuen Configuration Manager zwischen zwei Methoden. Während ConfigMgr-Umgebungen in den Versionen 2012 SP1, 2012 SP2 und 2012 R2 SP1 per Inplace-Upgrade aktualisiert werden können, muss beim ConfigMgr 2007 SP2 (R2 oder R3) eine Migration durchgeführt werden. Unabhängig von der Version empfiehlt Microsoft die Installation des jeweils letzten CUs. Vor dem Upgrade sollte unbedingt ein Upgrade der produktiven Datenbank an einer Kopie (!) getestet werden. Dafür stellt Microsoft die Befehlszeilenoption /TESTDBUPGRADE zur Verfügung.

Wichtig ist außerdem zu wissen und ggf. bei einem Upgrade zu berücksichtigen, dass Site-Server, die unter Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 betrieben werden, nur noch für 12 Monate supported werden. Hier sollte man also ggf. direkt auf eine neuere Betriebssystemversion umsteigen.

Was ist neu?

Die Liste der Neuerungen und Veränderungen ist sehr umfangreich. Eine kleine Auswahl:

Skalierung: Primary Site unterstützt nun 200.000 Clients

Eine Primary Site kann nun bis zu 200.000 Clients verwalten. Damit verdoppelt Microsoft hier die Anzahl der zulässigen Clients und nimmt der Central Administration Site (CAS) weiter den Wind aus den Segeln. Letztere unterstützt in einer Hierarchy unverändert 600.000 Clients. Bei der Konzeptionierung einer ConfigMgr-Umgebung sollte daher wirklich gut analysiert werden, ob eine CAS überhaupt notwendig ist. Stichwort Komplexität.

Support für Microsoft Azure

Es hat lang gedauert – aber jetzt ist es soweit. Der Configuration Manager und Microsoft Azure nähern sich an. Drei Szenarien unterstützt der Configuration Manager in Verbindung mit Microsoft Azure nun:

  • Szenario 1: Man betreibt den Configuration Manager in Microsoft Azure und verwaltet damit andere Maschinen in der Public Cloud.
  • Szenario 2: Man betreibt den Configuration Manager in Microsoft Azure und verwaltet damit andere Maschinen außerhalb Public Cloud.
  • Szenario 3: Man betreibt einzelne Site-System-Rollen des Configuration Managers in Microsoft Azure und betreibt seine eigentliche Farm On-Premise.

Preferred Management Point

Damit ConfigMgr-Clients gezielt nur mit einem bestimmten Management Point kommunizieren, können nun Preferred Management Points konfiguriert werden. Wenn die Funktion in den Hierarchy-Einstellungen aktiviert ist, dann kann –  wie bei Distribution Points – über die Boundaries eine Zuordnung geschaffen werden.

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Client-Pilotierung in Preproduktion

Die Option zum automatischen ConfigMgr-Clientupgrade kann nun umfangreicher konfiguriert werden. So können Server jetzt vollständig ausgeschlossen werden und eine Sammlung für die Pilotierung des Upgrade-Prozesses genutzt werden. Bislang konnte man entweder nur die gesamte Hierarchie automatisch upgraden., oder man musste es manuell tun.

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Warnungen bei High-risk-deployments

Der Configuration Manager warnt ab sofort bei vermeintlich riskanten Deployments. So warnt das System beispielsweise, wenn der Administrator versucht eine OSD-Tasksequenz an eine potenziell riskante Sammlung zu verteilen. Als Beispiele für riskante Sammlungen seien hier die Built-in-Collections („All Unknown Computers“ ausgenommen), Sammlungen mit mehr als 100 Mitgliedern (bei Default) und Sammlungen mit Site-Systemen zu nennen. Die einzelnen Schwellwerte lassen sich beliebig anders konfigurieren.

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Verbesserungen bei der Treiberverwaltung

Beim Importieren von Treibern und der Integration in ein Boot-Image prüft der Configuration Manager von nun an auf Plausibilität. So warnt die Configuration Manager-Console beispielsweise, wenn der Administrator neue Treiber zu importieren versucht, die keine Netzwerk- oder Storage-Klassifizierung haben und so das Boot Image nur unnötig aufblähen würden. Das gleiche gilt für Treiber, die für die falsche Prozessorarchitektur (x86 vs. x64) gedacht sind.

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Vereint: Softwarecenter und Application Catalog

Auf Zuruf der Community sind das Softwarecenter und der Application Catalog nun vereint. Meiner Meinung nach erhöht das die Benutzerfreundlichkeit für den Endanwender enorm. Derzeit muss das „neue“ Softwarecenter aber noch über die Client Settings dediziert aktiviert werden.

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Automatic Deployment Rules

Ab sofort unterstützen Automatic Deployment Rules (ADR) mehrere Deployments auf Basis der gleichen Software Update Group und dem gleichen Software Update Package. Dabei können für die unterschiedlichen Deployments unterschiedliche Zielsammlungen und auch andere Einstellungen (Schedule, User Experience, Alerts usw.) gesetzt werden. Dies eignet sich beispielsweise um Pilot- und Produktionssammlungen mit der gleichen Automatic Deployment Rule zu bedienen.

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Service a Windows Cluster

Das Patchen von Windows Cluster wird nun einfacher. Der Configuration Manager kann nun dafür sorgen, dass während eines Patchvorgangs ein prozentualer Anteil an Sammlungsmitglieder (in diesem Fall Cluster-Nodes) online bleiben müssen und, dass Skripte vor und nach dem Neustart einer Cluster-Nodes ausgeführt werden.

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Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen.

Nützliche Links:

Configuration Manager vNext: Technical Preview 4 als Download verfügbar

Veröffentlicht am 19.11.2015 um 20:31 Uhr von

Ich habe es ja bereits vor ein paar Tagen via Twitter mitgeteilt – nun ist es aber offiziell. Das Technical Preview 4 von System Center Configuration Manager vNext ist verfügbar.

Die vierte Technical Preview ist zugleich die letzte Vorab-Version.

Weitere Informationen:

vNext heißt „System Center Configuration Manager“

Veröffentlicht am 29.10.2015 um 07:11 Uhr von

Im Zuge eines Blog-Artikels im offiziellen „System Center Configuration Manager Team Blog“ hat Yvette O’Meally (Senior Program Manager bei Microsoft) den Produktnamen von vNext verraten. Die nächste Version wird schlichtweg „System Center Configuration Manager“ heißen. Auf eine dedizierte Versionbezeichnung – wie in den Vorgängerversionen – verzichten die Redmonder ab sofort.

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Überdies hat Microsoft verraten, dass das Upgrade auf vNext im „Service Pack-Style“ daher kommt und ein Inplace-Upgrade von Configuration Manager 2012 SP1, 2012 SP2 und 2012 R2 SP1 möglich sein wird. vNext soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Weitere Informationen: System Center Configuration Manager: Support for Windows 10 and Microsoft Intune

Windows 10-Support für ConfigMgr 2007 (SP2, R2 und R3) und ConfigMgr 2012 R2

Veröffentlicht am 04.05.2015 um 18:28 Uhr von

Neben der eben veröffentlichen Technical Preview für Configuration Manager 2016 (vNext) hat Microsoft auch etwas aus dem Nähkästchen geplaudert, was die Unterstützung von WIndows 10 unter ConfigMgr 2007 (SP2, R2 und R3) und ConfigMgr 2012 R2 angeht.

Demnach werden die Redmonder im vierten Quartal ein Compatibility Pack für System Center Configuration Manager 2007 (SP2, R2 und R3) veröffentlichen, dass die Unterstützung zur Verwaltung von Windows 10-Clients mit sich bringen wird. Ein Deployment von Windows 10 wird mit dieser Version nicht supported. Für Configuration Manager 2012 und Configuration Manager 2012 R2 wird schon in der nächsten Woche ein neues Service Pack erscheinen. Damit sollen beide Versionen die volle Unterstützung für das Deployment von Windows 10 erhalten. Außerdem kommen folgende Feature hinzu:

  • App-V publishing performance – Improved performance that reduces the time required for apps to display after the first logon for non-persistent VDI environments.
  • Scalability improvements – Increased hierarchy scale to 600K and primary/standalone site scale to 150K.
  • Content distribution improvements – Improved data transfer reliability for slow and latent networks, and also improved scale and performance for pull distribution points (DP).
  • Native support for SQL Server 2014 – Added native support for SQL Server 2014 to enable site installation and recovery using SQL Server 2014.
  • Hybrid features – Added a large number of hybrid features for customers using ConfigMgr integrated with Microsoft Intune (hybrid). Some of the features that you can expect to see in this release include conditional access policy, mobile application management, and support for Apple Device Enrollment Program (DEP).